Was ist Holzrücken?

Über Jahrhunderte waren neben der menschlichen Muskelkraft Pferdestärken die dem Wald naturgemäße Arbeitstechnik. Das Holzrücken mit dem Pferd war bis in die 50er Jahre unseres Jahrhunderts hinein eine entscheidende Nebenerwerbsquelle des landwirtschaftlichen Betriebs. Waldarbeit und Holzrückerwerb haben seit der industriellen Revolution maßgeblich der Landflucht entgegengewirkt.

Ein biologisch intakter Waldboden ist die Grundvoraussetzung für seine  Produktionskraft  und damit die Basis für eine  ökologische und ökonomische Zukunft von Wald und Forstwirtschaft. Der Einsatz von schweren Maschinen und „moderner“ Holzertechnik hat dem Waldboden bereits erheblichen Schaden zugefügt. Zur Schonung, Genesung und Erhalt dieser Produktionsvoraussetzung ist es unabdingbar Maßnahmen zu ergreifen die eine weitere Schädigung verhindern und vorbeugen. Nachhaltige Forstwirtschaft sollte künftig nicht eine rein quantitatives Ziel sein ,Holzvorrat konstant zu halten, sondern muss im Kern die biologische Nachhaltig unserer Wälder sichern. Das Pferd ist das ideale Arbeitsmittel für die Realisierung dieses Zieles.

 

Was ist ein Holzrückewettkampf?

Beim Holzrücken kommt es vor allem auf die Zusammenarbeit von PferdefürerIn und Pferd an.

Dabei wird die Geschicklichkeit und die Zeit gemessen.

 

Dickicht:

Mit angehängtem Industrieholz (6m) einen Parcours mit Dickicht und Toren durchfahren.

Poltern:

Ein Industrieholz (5m) nach kurzem Parcours auf ein Lager aufpoltern.

Schlitten:

Ziehen eines Schlittens mit Holz (ca. 1 Ster Holz) über eine kurze Distanz auf eine Ziellinie.

Wagen:

Aufziehen eines Stammes mit Hilfe eines Seils auf einen Wagen.

Rückwärts:

Mit dem Pferd rückwärts einen Parcours durchfahren, wobei der PferdeführerIn das Pferd

hinten mit der Waage führen muss.